Karriere- versus Lebensplanung?
Diese Frage stellte sich die Computerwoche zum Start in´s Neue Jahr: http://www.computerwoche.de/job_karriere/arbeitsmarkt/585375/
Das beides kein Widerspruch sein darf, wurde hier deutlich heraus gearbeitet. Der Artikel gefällt, da er weniger auf das allpropagierte Work-Life-Balance abstellt, sondern sequentiell die eigene Lebensplanung vor die Karriereplanung stellt. Für viele ist dies eine Selbstverständlichkeit, für andere eine Herausforderung.
Ich denke, dass das eigene Lebensalter, die Erwartungen an den Beruf und bisher gemachte Berufserfahrungen dazu beitragen, auf welchen Bereich man sich stärker konzentriert. So spricht nichts dagegen, im Alter zwischen 20 und 30 deutlich die Karriere in den Vordergrund zu stellen, um später die Realisierung der Lebensplanung zu fokussieren.
Vielleicht läßt sich so ein Burn-out vermeiden ..?
Aber warum eigentlich auch nicht umgedreht? Wie ist/war es bei Ihnen?
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Nach meinen Erfahrungen glaube ich nicht, dass die Lebensplanung (vor der Karriereplanung) für VIELE eine Selbstverständlichkeit ist. Aus der Entwicklungspsychologie weiss man, dass Mann sich normalerweise erst Mitte Dreissig erstmalig Gedanken über den Sinn des Lebens macht (Frauen i.d.R. schon früher).
Natürlich kann und sollte man sich zwischen 20 und 30 mehr auf die Karriere konzentrieren. Für eine (mit höherer Wahrscheinlichkeit) erfolgreiche Realisierung der Lebensplanung können aber die Weichen ggf. in dieser Zeit schon falsch gestellt sein. Wichtig ist in meinen Augen die systematische Verknüpfung von Karriere- und Lebensplanung. Systematisch und so früh wie möglich.
Gruß,
Richard Schieferdecker
Ist Mitte Dreissig – selbst für einen Mann – nicht zu spät? G. Lembke
Schauen wir doch der Realität ins Auge: Lebens- und Karriereplanung müssen Hand in Hand gehen. Denn wer erstmal die Karriereleiter erklommen hat, den erwartet am Ende der oberen Stufe eine Tretmühle, aus der man nicht eben mal so einfach aussteigen kann, um einige Jahre Familie oder Hobby einzuschieben!
Vielleicht sollte “mann” sich bei der Lebensplanung ab und zu mal auf den seinen Bauch verlassen anstatt auf ein Brownpaper, das mit Zielen und Terminen vollgepinselt ist. Dass es geht, beweist jede Mutter, die “nebenbei” Karriere gemacht hat.
Tja, wir Frauen können uns den Luxus, bis 30+x mit unserer Lebensplanung zu beginnen, numal nicht leisten
Vielleicht auch gut so, sonst wäre unser Rentensystem schon JETZT zusammengebrochen…