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	<title>Kommentare zu: Komplement&#228;rberatung als neue Intervention f&#252;r Organisationsentwicklung?</title>
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	<description>Der Blog von Prof. Dr. Gerald Lembke (Digitale Medien und Social Media Marketing)</description>
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		<title>Von: Gerald Lembke</title>
		<link>http://www.kmu-blog.info/komplementaerberatung-als-neue-intervention-fuer-organisationsentwicklung.html/comment-page-1#comment-21</link>
		<dc:creator>Gerald Lembke</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2006 10:40:50 +0000</pubDate>
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		<description>Verlage sind dazu da, neue Themen aufzusp&#252;ren, mit denen Geld verdient werden kann. Soweit so gut. So werden wir erneut mit Beratungsans&#228;tzen einer &quot;Komplement&#228;rberatung&quot; oder &quot;Prozessberatung&quot; vertraut gemacht (siehe Buchrezensionen), die f&#252;r den Profi nichts Neues bedeuten. 

F&#252;r den Anwender hingegen basieren diese Begriffe und dahinter stehenden Konzepte auf dem Verst&#228;ndnis, als Berater nicht mehr als Fachexperte aufzutreten, der Expertenwissen in die Organisation tr&#228;gt, sondern Prozesse zu begleiten. 

Obwohl ich ein &#252;berzeugter Anwender der Prozessbegleitung bin, betrachte ich diese Entwicklung jedoch auch kritisch. Denn wenn es nach diesem Verst&#228;ndnis im Kern darum geht, Prozesse zu begleiten, dann kann das doch eigentlich jeder Mensch. Warum noch fachlich ein Thema durch dringen, wenn es doch darum geht, einen Prozess zu begleiten, von dessen Ausgang kein Mensch eine genauere Vorstellung hat? So wird unter dem Deckmantel der Prozessberatung fehlendes Fach- und Methoden-Know-how in seiner Bedeutung sinken, dass es in mancher Intervention wirklich nicht mehr notwendig erscheint. Warum soll man auch &#252;ber etwas reden, dessen Tiefe nicht mehr durchdrungen werden muss...?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Verlage sind dazu da, neue Themen aufzusp&#252;ren, mit denen Geld verdient werden kann. Soweit so gut. So werden wir erneut mit Beratungsans&#228;tzen einer &#8220;Komplement&#228;rberatung&#8221; oder &#8220;Prozessberatung&#8221; vertraut gemacht (siehe Buchrezensionen), die f&#252;r den Profi nichts Neues bedeuten. </p>
<p>F&#252;r den Anwender hingegen basieren diese Begriffe und dahinter stehenden Konzepte auf dem Verst&#228;ndnis, als Berater nicht mehr als Fachexperte aufzutreten, der Expertenwissen in die Organisation tr&#228;gt, sondern Prozesse zu begleiten. </p>
<p>Obwohl ich ein &#252;berzeugter Anwender der Prozessbegleitung bin, betrachte ich diese Entwicklung jedoch auch kritisch. Denn wenn es nach diesem Verst&#228;ndnis im Kern darum geht, Prozesse zu begleiten, dann kann das doch eigentlich jeder Mensch. Warum noch fachlich ein Thema durch dringen, wenn es doch darum geht, einen Prozess zu begleiten, von dessen Ausgang kein Mensch eine genauere Vorstellung hat? So wird unter dem Deckmantel der Prozessberatung fehlendes Fach- und Methoden-Know-how in seiner Bedeutung sinken, dass es in mancher Intervention wirklich nicht mehr notwendig erscheint. Warum soll man auch &#252;ber etwas reden, dessen Tiefe nicht mehr durchdrungen werden muss&#8230;?</p>
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