Marketing 2.0 – Start einer neuen Reihe
Mir über das Thema Gedanken zu machen, erachtete ich lange Zeit als unnütz. Zu viele Medien-Agenturen und Berater haben sich in den vergangenen Jahren auf das Thema Online-Beratung gestürzt.
Doch nun ist es soweit. Anlass dazu sind mehrere Vorträge und mein Buchbeitrag zum Jahrbuch Marketing 2009 zu einem (scheinbar allumfassenden) Thema, das Marketing und offenbar eine neue Ausrichtung für die Marketinglehre und Marketingpraxis zu versprechen scheint.
Unsere Kunden konfrontiere ich immer mit der Frage: „Was ist Eurer Kernproblem mit der höchsten Dringlichkeit in den nächsten 12 Monaten?“. Auch meine Studentinnen und Studenten traktiere ich immer wieder mit der Frage der „Problemstellung“, welcher Sie sich zuwenden müssen (oder wollen).
Also, gehe ich mit eigenem Beispiel voran. Die Frage lautet: „Was ist eigentlich das Problem im Marketing?“
Die typische (Berater-)Antwort: „Das kommt drauf an!“
Und tatsächlich: es kommt darauf an, aus welchem Blickwinkel wir es betrachten.
• Aus einem technokratisch-methodischen Blickwinkel?
• Aus einem strategischen Blickwinkel
• Aus der operativen (Umsetzungs-)Perspektive?
• Aus der Richtung eines Großunternehmens oder eines KMU?
• Aus einer erkenntnisgewinnenden wissenschaftlichen Perspektive?
• Fallen Ihnen noch weitere Blickwinkel ein? (Für Kommentare bin ich sehr dankbar)
Meine Beobachtungen aus vielerlei Gesprächen mit Marketingleitern und Marketingmitarbeitern geben leider keine eindeutige Antwort. Und dies ist ein Zeichen für den Wandel des Marketing in eine neue Zeit, der vor allem prägnant und nachhaltig vom Einsatz neuer Technologien abhängt. Ich möchte daher hier keine schnellen Antworten – wie ein Berater – liefern, sondern anhand einer Reihe von Fragen diese kleine Artikelserie beginnen.
Ziel ist es, eine Struktur in dieses weite Feld zu bringen. Die Zielgruppe sind Entscheider im Marketingumfeld, Geschäftsführer von KMU, Bereichsleiter in Konzernen. Für Sie werde ich Antworten auf folgende Fragen erarbeiten:
1. Der Problemhintergrund für ein Marketing 2.0
2. Eine Begriffseingrenzung
3. Wie funktioniert eigentlich Business im Internet? (Wirtz) – Ein Bezugsrahmen
4. Was Agenturen unter dem Thema verstehen? (Online-Marketing-Methoden)
5. Was Unternehmen von diesem Thema erwarten? (Alles)
6. Was Berater zu diesem Thema anbieten! (Noch mehr)
7. Wie es besser sein sollte!! (Systematik eines Marketing 2.0)
8. Was für Marketing 2.0 erforderlich ist
9. Die ersten Schritte
10. Zusammenfassung
Ich werde in den nächsten Tagen hier starten mit Punkt 1 und einen Problemaufriss publizieren. Alle Kapitel bauen aufeinander auf, werden aber auch selbständig für sich stehen.
Für Quellen-Hinweise, Tipps, Bachlinks und eigene Lernmöglichkeiten bin ich jederzeit offen. Eine Mail an mich Lembke(at)DHBW-Mannheim.de genügt.
Vielleicht haben Sie auch schon etwas zu diesem Thema erforscht und geschrieben, dass Sie publizieren möchten. Hierfür sucht der LearnAct-Verlag aktuell Autoren, die er verlegen möchte. Kontakt hierzu unter F.Reinfeldt(at)LearnAct.eu.
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Aktuelle Themen zukunftsorientierten Marketings werden in einer neuen Symposium-Reihe in Mannheim durchgeführt. Aktuelle Infos und kostenfreie Anmeldung zu den Terminen hier: http://www.Marketing-Symposium.net
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