Medienmanagement und Unternehmenskommunikation

Der Blog von Prof. Dr. Gerald Lembke (Digitale Medien und Social Media Marketing)

Online-Brainstorming mit der Plattform für Querdenker und Praktiker

Auf der Internet-Plattform bonspin (www.bonspin.de) können ideenreiche Querdenker ihren Einfallsreichtum in bares Geld verwandeln. Beim gemeinsamen Brainstorming „spinnen“ sie zusammen an Lösungen für Probleme, die ein Auftraggeber zur Diskussion gestellt hat.

Hier sind unkonventionelle Ideen gefragt, auf die andere nicht kommen. Das Besondere an bonspin: Hilfreiche Anregungen werden belohnt. Entwickelt wurde bonspin von Bert Mutsaers, geschäftsführender Gesellschafter des Delikatessenherstellers Bedford Fleischwaren GmbH & Co. KG (Osnabrück).

So funktioniert bonspin: Der Name steht für die beiden Nutzergruppen, die sich zum interaktiven Ideenaustausch zusammenfinden – „Bonzen“ auf der einen und „Spinner“ auf der anderen Seite. Hier treffen Probleme auf Lösungen. Der „Bonze“, zum Beispiel ein Unternehmer, beschreibt auf der Website sein Problem, bei dem er nicht weiterkommt. Dann ist der Einfallsreichtum der „Spinner“ gefragt: Kreative Querdenker arbeiten gemeinsam an Ideen zur Lösung des Problems. Am Ende des Brainstormings verteilt der „Bonze“ Punkte an die „Spinner“, deren Ideen ihm am meisten geholfen haben. Diese Ideenpunkte können sie gegen Prämien oder bares Geld eintauschen. Online-Brainstorming bei bonspin zahlt sich aber nicht nur für die „Spinner“ aus: Erstes erfolgreiches Beispiel ist ein Projekt von Mutsaers selbst. Er fragte nach Ideen, wie er den Umsatz von Kochwurst in seinem eigenen Unternehmen steigern könne.

Das Ergebnis: Einige der 40 Anregungen hat der Geschäftsmann aufgegriffen und mit den „Leberwurstkugeln“ ein völlig neues Bedford-Produkt entwickelt, das sich schon nach kurzer Zeit hervorragend verkauft. „Kreative Menschen werden bei bonspin für ihre Einfälle belohnt und Unternehmer erhalten aus einem ganz neuen Blickwinkel Lösungen, auf die sie selbst nie gekommen wären“, erklärt Bert Mutsaers sein virtuelles Projekt. „So profitieren bei bonspin ,Bonzen’ und ,Spinner’ gleichermaßen.“

Diese Plattform ist von der Idee eine schöne Umsetzung für angewandten Wissensaustausch. Das Geschäftsmodell wirkt auf den ersten Blick nicht als Abzocke, sondern stellt den Wissenstransfer deutlich in den Vordergrund. Das muss man einfach mal ausprobieren. Ich wünsche der Plattform viele viele Besucher und tolle (kreative) sowie umsetzbare Ergebnisse aus den Projekten. Eine toll visualisierte Anleitung sollten Sie sich hier ansehen.


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Fr, Januar 25 2008 » Neue Medien, Wissensmanagement

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