Autor
Ich wurde im April 1966 in Wolfsburg geboren. Seit 1989 beschäftige i
ch mich mit den Themen Organisationsentwicklung, Medien und Technik in zahlreichen Facetten. Eine Berufsausbildung zum Industriekaufmann, zahlreiche Engagements in der Management- und IT-Weiterbildung, Leitungsfunktionen in Europas größten Medienunternehmen (Bertelsmann AG) und nicht zuletzt der Aufbau des eigenen Beratungsunternehmens LearnAct GmbH sind mein beruflicher Kontext.
Organisatorisches Lernen und das Management von Wissen und Informationen sind meine Leitthemen. Hier habe ich bisher am meisten praktiziert und publiziert. Die beiden wichtigsten zukunftsweisendsten Themen: Im Jahr 1996 schrieb ich den heutigen Bestseller “Die Lernende Organisation als Konzept einer entwicklungsfähigen Unternehmung “. Dort entwickele ich “Lernen in Organisationen” als ein Zukunftskonzept für Organisationen branchenübergreifend.
Darauf aufbauend, und es dauerte ein paar Jahre bis zum nächsten Buch, schrieb ich Wissenskooperation in Wissensgemeinschaften, Hier erforschte ich weltweit die herrschende Theorie und Praxis zu “Communities of Practices” in Unternehmen, um anschließend ein offenes Rahmenkonzept für Community-Gründer und -Betreiber anbieten zu können. Ein Ergebnis: Ohne Reziprozität der Teilnehmer nutzt das beste Management nicht. Ein soziologisches Konzept, das heute wie selbstverständlich die Basis für Web 2.0-Diskussionen liefert. Und: Lernen in Organisationen bedarf einen erhöhten Grad an Selbstorganisation. Die diskursiven Diskussionen mit Prof. Dr. Klaus North und Dr. Michael Franz sowie die Publikation dieser in “Erfolgsfaktoren von Communities of Practice” bestätigen die Anforderungen nach Selbstorganisation.
In “Organisation und Management im Mittelstand ” habe ich später Geschäftsführer und Entscheider von mittelständischen Unternehmen befragt, wie es mit dem “Lernen” und der “Selbstorganisation” in Ihren Unternehmen aussähe? Das verkürzte Ergebnis: Das Konzept der “Lernenden Organisation” ist heute eines der wichtigsten Grundlagenkonzepte für die Unternehmensentwicklung mittelständischer Unternehmen. Doch die Wirtschaftspraxis konzentriert sich lieber auf sofort umsetzbare Themen, meist im IT-Bereich. Der Wunsch nach Selbstorganisation von Mitarbeitern einerseits und die Anpassung von Strukturen und Prozessen andererseits ist allerdings notwendiger denn je. Denn viele Mitarbeiter können den technischen Entwicklungen nicht mehr schnell folgen. Schauen Sie doch auch mal auf dieses Interview.
Doch mich leitete immer noch meine Vision: Es sollte viel mehr funktionierende Netzwerke mit lernfähigen und -willigen Menschen geben, die sich möglichst selbst organisieren. Doch die Unternehmenspraxis spiegelt ein anderes Bild: Fremdsteuerung durch das Management. Also: Forschungsbedarf!
Das Wissensnetzwerke seit Anfang der 90er Jahre in der Publikationslandschaft ein stark wachsendes Thema darstellt, verwundert mit der Verbreitung des World Wide Webs niemanden mehr. Doch viele sehen den Erfolg in technisch ausgefeilten Online-Communities, und wundern sich dann doch, dass sie nicht funktionieren wie gedacht. Menschen und Technik – immer noch ein zu großer Widerspruch? Ergo gabe ich das Buch Aufbau und Entwicklung von Wissensnetzwerken heraus, das sich bis heute über 1.500 Mal verkauft hat (toll für ein Fachbuch). Wissenschaftliche Grundlagen und Praxisbeispiele aus Unternehmen stehen gleichbedeutend gegenüber und zeigen weiteren Forschungsbedarf.
Diese bisherigen Arbeiten bilden ein sehr breites und zugleich tiefes Verständnis für die Formulierung von Medienstrategien und den Bedarf digitaler Medien im Unternehmen.
Nach über 15 Jahren Unternehmenspraxis in der Beratung und Begleitung von Veränderungsprojekten forsche und lehre ich heute als Professor für Medienstrategien und Medienmanagement an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg am Standort Mannheim zum Schwerpunkt “Medienstrategien”. Darüber hinaus bin ich Partner der führenden Change Management Beratung Dr. Kraus und Partner
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